Valentina Samus

Meine Arbeit bewegt sich im Bereich des Märchens. Märchen ermöglichen es, selbst das Schrecklichste auszudrücken, weil sie Erfahrungen in Bilder, Symbole und Transformationen übersetzen.

Weltweit erzählen Märchen von denselben Übergängen: dem Verlassen der vertrauten Welt, dem Eintritt in eine gefährliche Fremde und der Rückkehr als Verwandelter. Der Wald erscheint dabei als Ort der Initiation. Hier findet ein symbolischer Tod statt, der Voraussetzung für Verwandlung und Neubeginn ist. In dieser Zwischenwelt begegnen die Figuren Ahnen, Totemtieren und Zaubergegenständen – Begleitern auf dem Weg zu neuem Wissen.

Diese Vorstellung prägt auch meine künstlerische Arbeit. In der Serie „Der schwarze Loch“ übergieße ich Landschaftsgemälde mit Bitumen, einem Nebenprodukt der Ölindustrie. Das Material steht für die Schattenseite unseres Fortschrittsglaubens und für die Folgen eines Lebensstils, dessen Auswirkungen der Klimawandel sichtbar macht.

Kunst und Tod verstehe ich als Kräfte des Wandels. Der Tod entleert, die Kunst schafft Bedeutung. Beide unterbrechen Gewohnheiten und eröffnen neue Perspektiven.

Mit meinen Arbeiten lade ich dazu ein, innezuhalten. Nicht nur durch den Wald zu gehen, sondern zu verweilen, zu schauen und zu lauschen. Vielleicht beginnt genau dort das Märchen.

Ausstellungen

2025 - Gruppenausstellung “Bestandsaufnahme - 60 Jahre Künstlerbund Garmisch-Partenkirchen”, Oberammergau, Deutschland

2025 - “Eintauchen”, Valentina Samus, Sabine Kuznik, Marktgalerie Garmisch-Partenkirchen, Deutschland

2025 - Homo Mutandis, Einzelausstellung, Kunstwerk 11, Garmisch-Partenkirchen, Deutschland

2021 - Galerie “Die Tür”, Gruppenausstellung, Murnau, Deutschland

2018 - Alpengalerie, Oberammergau, Deutschland